Schön war's...
bis Hans W. Geißendörfer das Ruder aus der Hand gab. Und so ist jetzt der Lindenstraßen-Flieger nach über 3 Jahren Blindflug, mit Hana als Crashpilot, schließlich im Geißental notgelandet. Diese letzten Jahre Lindenstraße zeugten eher vom steten Verfall als von ungebrochener Kreativität, bei den Einschaltquoten, vor allem aber bei der Schlüssigkeit der Handlungen und der Glaubwürdigkeit der Figuren. Was einst noch eine Stärke war, die Aktualität der Themen, wurde in den letzten Jahren zum reinen Nervfaktor. Das Klima, mal wieder die Rechten, Gentrifizierung, Sterbehilfe, mal wieder HIV, Transgender, etc. Die sonntäglichen 28 Minuten wirkten mehr und mehr wie die Kommentarseite in einer Tageszeitung, nur noch mühsam und irrwitzig aufgepeppt durch immer absurdere Verwicklungen im Gefühlsleben der Protagonisten. Seit der Bekanntgabe des Serienendes durch die ARD im November 2018 wurde die Kultserie Stück um Stück zu einer oberflächlichen Soap abgewrackt, die sich von Folge zu Folge bis zur letzten Klappe unrealistisch, lieblos und stümperhaft dahin quälte und es kam keineswegs, wie anfangs von den Machern vielleicht erhofft, zu Massenprotesten vor dem WDR-Funkhaus. Irgendwann gibt es dann Augenblicke, in denen man weiß, wann man jemandem das letzte Mal "Tschö" sagt! Einst war die Lindenstraße ihrer Zeit voraus gewesen - zum Ende blieb sie hinkend hinter allen Trends zurück. Was bleibt? Ein Stück Medienhistorie bleibt sie in jedem Fall, nicht mehr und nicht weniger! 😢
bis Hans W. Geißendörfer das Ruder aus der Hand gab. Und so ist jetzt der Lindenstraßen-Flieger nach über 3 Jahren Blindflug, mit Hana als Crashpilot, schließlich im Geißental notgelandet. Diese letzten Jahre Lindenstraße zeugten eher vom steten Verfall als von ungebrochener Kreativität, bei den Einschaltquoten, vor allem aber bei der Schlüssigkeit der Handlungen und der Glaubwürdigkeit der Figuren. Was einst noch eine Stärke war, die Aktualität der Themen, wurde in den letzten Jahren zum reinen Nervfaktor. Das Klima, mal wieder die Rechten, Gentrifizierung, Sterbehilfe, mal wieder HIV, Transgender, etc. Die sonntäglichen 28 Minuten wirkten mehr und mehr wie die Kommentarseite in einer Tageszeitung, nur noch mühsam und irrwitzig aufgepeppt durch immer absurdere Verwicklungen im Gefühlsleben der Protagonisten. Seit der Bekanntgabe des Serienendes durch die ARD im November 2018 wurde die Kultserie Stück um Stück zu einer oberflächlichen Soap abgewrackt, die sich von Folge zu Folge bis zur letzten Klappe unrealistisch, lieblos und stümperhaft dahin quälte und es kam keineswegs, wie anfangs von den Machern vielleicht erhofft, zu Massenprotesten vor dem WDR-Funkhaus. Irgendwann gibt es dann Augenblicke, in denen man weiß, wann man jemandem das letzte Mal "Tschö" sagt! Einst war die Lindenstraße ihrer Zeit voraus gewesen - zum Ende blieb sie hinkend hinter allen Trends zurück. Was bleibt? Ein Stück Medienhistorie bleibt sie in jedem Fall, nicht mehr und nicht weniger! 😢